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Übersicht

Dem Raum einen gestaltenden Akzent

Die Meister der Architektur wurden mit dem Bau von Kirchen betraut. Ihre Formensprache sollte Nähe zum Transzendenten herstellen.

Die Orgel ist nicht nur Instrument im Raum, sondern auch eigenständiges Kunstobjekt, manchmal Inbegriff von Pracht, manchmal Ausdruck von Bescheidenheit. Sie muß sich einfügen, muß ihren Platz im Raum finden, sie darf Akzente setzen. Jede Orgel ist einzigartig in ihren Formen, in Klang und Volumen und in ihren Maßen.

Für ihre Gestaltung gibt es weder Muster noch einfache Regeln

Wir beginnen bei den musikalischen und technischen Funktionen sowie den Aufgaben des Raumes. Vorgaben wurzeln auch in der Landschaft mit ihren Menschen und den unterschiedlichen architektonischen und kulturellen Ausprägungen. Viele dieser Bedingungen lassen sich analysieren und durchdenken. Doch es bleibt ein Rest, unerklärbar, gleichwohl höchst real.

 

Wir durchwandern die Räume, versuchen sie zu erleben, ihre Aura nachzufühlen. Meist entsteht daraus eine Idee. Es beginnt die Arbeit der Gestaltung. Das ist: Suche nach den Proportionen, dem Verhältnis von Orgel zu Kirchenraum, nach Gleichklang und Kontrast, nach Rhythmus und Takt, Ruhe und Spannung. Es geht um Proportionen, um die Kunst des Weglassens, um die vollendete Form.

 

Die ersten Entwürfe des Orgelprospekts haben in sich noch etwas Suchendes. Von Skizze zu Skizze wird die Gestalt deutlicher. Ein gelungener Prospektentwurf gibt eine harmonische Antwort auf die Architektur des Raumes und hat gleichzeitig architektonische Eigenständigkeit.

Hierbei arbeiten wir mit Architekten und Bildhauern zusammen. Schöpferische Kräfte müssen gebündelt werden. Eine Orgel ist nicht nur für die Gegenwart gebaut. Die Leistung der Architekten, Bildhauer und Orgelbauer wird erst von der Geschichte ermessen.