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Was lange währt…

… wird endlich gut!

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Jeder Orgelbauer kennt das: manche Projekte überschlagen sich und man kommt mit der Arbeit gar nicht nach. Andere wiederum ziehen sich ein wenig länger hin. So auch das Orgelprojekt für die First Community Church in Columbus/Ohio.

 

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Nachdem wir 1980 unter Federführung von Professor Dr. Robert Griffith eine neue Orgel für die Ohio Wesleyan University gebaut hatten, kontaktierte er uns Anfang der 90er Jahre in seiner Funktion als Organist der First Community Church in Columbus. Damals wurde unter der Opusnummer 1728 ein Instrument mit 22 Registern auf zwei Manualen und Pedal projektiert.

 

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Bevor es an den Bau der Orgel ging, kamen in Columbus Überlegungen zum Bau einer größeren Kirche auf. Der Orgelneubau wurde vorerst gestoppt. Die Jahre gingen ins Land, die Kirchbaupläne reiften, ein entsprechendes Grundstück wurde erworben und erste Entwürfe gemacht.

 

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2005 klopfte Bob wieder an unsere Tür. Diesmal war der Maßstab ein anderer. Die geplante Größe des neuen Raumes erforderte ein viermanualiges Instrument, das Budget versprach, für ca. 80 Register zu reichen. Dann folgten die üblichen Planänderungen. Das Orgelprojekt kam erneut zum Halten.

 

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Ab 2012 begannen dann die konkreten technischen Planungen. In Dezember 2016 konnte der Vertrag geschlossen werden. Diskussionen über die endgültige Disposition zogen sich hin bis 2019 hin. Der Anschließende Bau in der Werkstatt ging zügig voran, so dass die Montage vor Ort im Oktober 2019 beginnen konnte. Die Einweihung, geplant für den 1./2. Mai 2020 rückte in realistische Nähe.

 

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Dann erschien Corona auf der Bildfläche. Am letzten Tag, an dem eine Ausreise aus den USA überhaupt noch möglich war, kam unser Team zurück und verließ eine intonationsfertige aber eben nicht spielbare Orgel. Es tat uns allen in der Seele weh, die enthusiastische Gemeinde mit dem stummen Torso sitzenzulassen. Aber wir hofften alle auf eine baldige Rückkehr.

 

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Niemand konnte und wollte ahnen, dass die Orgel in diesem Zustand bis Anfang 2022 verbleiben musste. Erst im Januar war eine sichere und planbare Rückkehr möglich. Nun ist es endlich geschafft!

 

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Die lange Genese des Instruments erklärt zum Teil den "Retro-Charakter" von Disposition und Prospekt. Tatsächlich war genau dies aber während der gesamten Planungszeit der explizite Wunsch des Auftraggebers. Für uns war es wunderbar, ein großes Projekt mit alten Freunden realisieren zu können – ganz ohne die Verpflichtung, etwas noch nie Dagewesenes erfinden zu müssen.

 

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So präsentiert sich die neue Orgel voller Selbstverständnis als genau das: eine Orgel, die wie eine Orgel aussieht und klingt. Der Gemeinde sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt für ihren Enthisiasmus, ihr Vertrauen und nicht zuletzt ihre Geduld!

 

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zur Disposition…

 

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