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Malmö/SE, St. Petri

Neue Töne in St. Petri

 

Die Petri-Kirche im Herzen von Malmö wird bis 2018 eine neue Orgelanlage erhalten. Das Projekt firmiert unter dem Namen "Nya toner i S:t Petri" (Neue Töne in St. Petri). Es umfasst

  • die durchgreifende Renovierung der Marcussen-Orgel aus dem Jahre 1951 im Gehäuse von Olof Schwan, 1797, auf der Westempore; diese Arbeiten werden ausgeführt von Th. Frobenius og Sønner aus Kongens Lyngby/Dänemark;
  • vollständige zusätzliche Elektrifizierung der Hauptorgel, ausgeführt von A. Mårtenssons Orgelfabrik A.B. aus Lund/Schweden
  • Restaurierung von Fernwerk (Südwest-Ecke der Vierung) und Chorwerk (hinter Altar), die beide aus der Walcker-Orgel von 1914 stammen, ausgeführt durch Mårtensson;
  • Hinzufügung eines weitmensurierten labialen 32' sowie einer Chamadenreihe in den Fensternischen zu beiden Seiten der Hauptorgel (Klais)
  • Neubau einer Chororgel zu ebener Erde im nordöstlichen Vierungsbogen (Klais);
  • Bau eines fahrbaren Generalspieltisches im Chorraum (ebenfalls Klais).

 

Die Gesamtanlage wird damit die größte Orgelanlage Skandinaviens sein. Treibende Kraft hinter dem Projekt ist Carl Adam Landström, Organist an St. Petri, bekannter Konzertsolist und innovativer Improvisator.

 

 

Das in Zusammenarbeit mit Carl Adam Landström und Hans Ola Ericson als Berater entwickelte Konzept der Chororgel löst sich von der traditionellen Struktur einer Orgel. Vielmehr sollte das gesamte Pfeifenwerk als ein Klangpool betrachtet werden, der vom Generalspieltisch aus vollständig frei verwaltet werden kann. So soll jede einzelne Klangfarbe jeder der sieben Klaviaturen des neuen Spieltisches zugeordnet werden können. Neben einer großen Palette von warmen Grundstimmen werden fast alle Teiltöne innerhalb der Oktave einzeln registrierbar sein. So können bisher "unerhörte" Klänge zusammengestellt werden.

 

 

Um eine derart komplexe Anlage übersichtlich steuern zu können, wird der neue Generalspieltisch auf traditionelle Registerschalter verzichten. Die Klangfarbensteuerung erfolgt vollständig über zwei große berührungsempfindliche Bildschirme.

 

 

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