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Bonn, Salonorgel

Diese neue Salonorgel dient einem Bonner Orgelenthusiasten als Haus- und Übungsorgel

 

Diese neue Orgel im Bonner Raum wurde für einen begeisterten Hobby-Organisten als Hausorgel erbaut. Inspiriert von romantischen Salonorgeln französischer Ausprägung, wie sie aus der Werkstatt von Cavaille-Coll bekannt sind, wurde sie in ein Gründerzeithaus hineinkomponiert, wo durch ca 4.20 m hohe Stuck-Decken zwar genügend Höhe, allerdings nur sehr wenig Grundfläche zur Verfügung stehen.

 

Das Instrument sollte also vor allem das gewünschte romantische „musikalische Programm“, hier als "kammermusikalische Symphonik" bieten, ohne ein allzu großes Raumvolumen einzunehmen. Damit die Orgel auch im sehr leisen Bereich spielbar ist, wurden zwei wirkungsvolle Schwellkästen, jeweils mit vorderen Schwellflächen und zusätzlichen Dach-Schwellklappen vorgesehen. Dennoch wollten wir keinen großen Wohnzimmerschrank gestalten, sondern eine richtige Orgel mit einem eleganten, schnörkellosen Gehäuse aus feinster, geölter Spessart-Eiche.

 

Im Ergebnis findet man nun einen grandiosen Orgelschrein mit vier prominent sichtbaren Orgelpfeifen aus Zinn und einer großen Schwellfront mit waagerechten Jalousien, die den optischen Rhythmus der Orgel bilden. Die Spieltischtreppen und die Labien des hölzernen Quintaton 8’, das einzige nicht schwellbare Register, setzen neben den handgehobelten Zinn-Prospektpfeifen einen lebendigen Farbakzent durch das kräftige Rot des Pflaumenholzes.

 

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