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Lantershofen, St. Lambert

Architektur der Musik

Eine Orgel für die Liturgie

 

 

Ein Besuch im Studienhaus St. Lambert – Burg Lantershofen, ein Besuch des interdiözesanen Priesterseminars ist der Besuch eines Gesamtkunstwerks. Und der Besuch der Kapelle ein Besuch des Herzens, des Mittepunktes dieses lebendigen Zentrums.

 

Bis ins kleinste Detail gestaltet, findet das Auge in dieser Architektur Harmonie, Ruhe, Erhabenheit, Stringenz. Ein Raum, der gleichermaßen die Sinne anregt und Ruhe spendet, Licht und Schatten, Spannung und Ruhe, ein Ort der Liturgie.

 

Für uns war es wichtig, ein Instrument zu schaffen, das sich in dieses konsequente Raumkonzept einbindet, ohne zu dominieren, das die liturgische Mitte des Raumes nicht beeinträchtigt.

 

Wichtig war uns, die Lichtführung seitlich hinter und oberhalb der Orgel beizubehalten, das Instrument skulpturartig frei vor der Wand zu platzieren. Die gerundeten Gestaltungselemente des Raumes werden durch die Orgel aufgenommen und weitergeführt. Harmonie zwischen Raum und Klangkörper, zwischen Architektur der Liturgie und Architektur der Musik.

 

 

Die Materialien des Kirchenraumes finden sich im Orgelgehäuse wieder; Eichenholz der Bänke und Wandvertäfelungen spiegelt sich beim Orgelgehäuse und den horizontalen Lamellen wider; das Metall des Altares und des Ambo-Sockels bei den Prospektpfeifen der Orgel. Der Raum der Musik in der Liturgie war uns wichtig: Die gute Position der Spielanlage, die Sichtkontakt zwischen Zelebrant und Organist ermöglicht.

 

Basierend auf den Traditionen vergangener Jahrhunderte ein Instrument für die Zukunft schaffen: Das war unser Ziel. Einfache Trakturführung, ein klares technisches Layout des Orgelinnern, verbunden mit einem musikalischen Konzept, welches klar auf die Liturgie ausgerichtet ist. Von zehn klingenden Stimmen liegen sechs in der 8'- und 16'-Lage, klangliche Schattierungsmöglichkeiten der Grundstimmen für die vielfältigen liturgischen Aufgabenstellungen.

 

Die enge Zusammenarbeit mit Herrn Bischof Ackermann, Herrn Regens Dr. Bollig, Herrn Sebastian Lambertz, mit dem Orgelsachverständigen des Bistums Trier, Herrn Josef Still, und mit dem Künstler und Architekt dieses Gesamtkunstwerkes, Herrn Walter Hauth, haben wir als eine Bereicherung empfunden.

 

 

Wir sind sehr dankbar, das Vertrauen geschenkt bekommen zu haben, diese Orgel bauen zu dürfen. Für uns geht ein Wunsch in Erfüllung, wenn es gelingt, mit dem Instrument nicht allein die Ohren der Zuhörer, sondern auch die Herzen der versammelten "Studienhaus-Gemeinde" zu erreichen.

 

Odilo Siebigs

Philipp C. A. Klais

 

zur Disposition...

 

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