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Athen, Konzerthalle

Athen, Konzerthalle

Klang im Raum

Der Raum bestimmt Orgel und Intonation. Die Orgel wirkt auf den Raum. Ein wechselseitiger Prozeß

Die Planung jeder Orgel setzt an bei musikalischer Aufgabe, Architektur und Raumakustik. Die Baumaterialien müssen ebenso berücksichtigt werden wie Baustil und Raumcharakter. Eine neue Orgel muß sich ihren Platz in einem bereits geknüpften, dichten Netzwerk von Gegebenheiten erarbeiten.

 

Das Klangkonzept ist eng mit der Beschaffenheit des Raumes verbunden: Jede Pfeife wird eigens mensuriert und intoniert. So fordern verschiedene Register unterschiedliche Zinn-Legierungen, und auch die Bearbeitungen wechseln von Register zu Register. Manchmal geht es um Nuancen, bei Zungenblättern um Hundertstel Millimeter. Materialauswahl wie -bearbeitung sind wesentliche Elemente des Klangkonzeptes.

Trier, Dom, Hauptorgel

Durchdachte Dispositionen, behutsam ausgewogene Register und überlegt gearbeitete Mensuren, denen klare Strukturen zugrunde liegen, schaffen das Klangereignis: Fülle und Kraft, Wärme und Transparenz, Brillanz ohne Schärfe. Pfeife für Pfeife wird in sorgfältiger Arbeit ihr eigener Charakter verliehen: Labialstimme für Labialstimme, Zunge für Zunge.

Grundlage ist: die ständige Auseinandersetzung mit dem Klangbild bedeutender Orgeln verschiedener Epochen, Beschäftigung mit den Stilen der Orgelmusik und der Interpretationsvarianten. Ob Domorgel oder Konzertinstrument, ob Positiv oder Orgel in der Dorfkirche, Klangkonzept und Intonation bieten die gleiche künstlerische Herausforderung. Für uns als Klais-Team zählt die Vollkommenheit des Klanges im Raum. Unsere Orgeln überdauern Generationen, erklingen länger als ein Menschenleben währt. Sie sind angelegt, nachzuhallen, in der Seele und im Herzen.


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