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Menschen in lebendigem Arbeitsprozess

Konzentration in Werkstätten. Konzentration auf das Wesentliche. Die Mitarbeiter leben in ihrem Beruf, und sie lieben ihn.

 

 

Auch in den Abendstunden trifft man in der Werkstatt Mitarbeiter, die noch eine Arbeit vollenden wollen, Zeit für das Heranreifen einer Lösung brauchen oder mit Kollegen in Ruhe ein Problem erörtern möchten. Die Werkstatt ist fast so etwas wie eine Heimstatt und oftmals hat man den Eindruck, dies sei eine große Familie.

 

Der Orgelbau führt Menschen mit sehr verschiedenen Begabungen zusammen. Auseinandersetzung findet statt, bisweilen mit Reibungen, aber immer konstruktiv. Das gemeinsame Ziel eint. Gegenseitiger Respekt ist Grundlage der Zusammenarbeit.

 

 

 

Ist die Gesamtkonzeption des Instrumentes skizziert, werden Detailpläne in enger Abstimmung mit der Werkstatt entwickelt. Das Musikalisch-Handwerkliche kann beginnen: In der Gießerei werden Zinnplatten gegossen und anschließend von Hand auf die gewünschte Materialstärke abgezogen, am Kern stärker als am Körperende, auf den Zehntelmillimeter genau.

 

Die fertigen Platten werden zu Pfeifenkörpern rundiert und gelötet - manchmal auch gehämmert, wenn es das Klangbild erfordert. In der Schreinerei entstehen Windladen, gleich nebenan werden Holzpfeifen verleimt und gehobelt. Überall in der Werkstatt herrscht Emsigkeit, überall ist Bewegung. Hobel gleiten über Holz, Späne fliegen, Fasfeilen schneiden sich singend ins Zinn.

 

 

 

Der Orgelbau ist eine Kunst, die in verschiedenen Materialien zuhause ist. In der Werkstatt werden die Teile der Instrumente selbst gefertigt: Gehäuse, Spieltische, Windladen, Pfeifen, vom festen Gurtrahmen bis hin zur filigranen Holzmechanik. Orgelbau ist ganzheitliches Tun, ist mehr als die Summe einzelner Tätigkeiten. Die Mitarbeiter von Klais sind sich dieser Ganzheitlichkeit bewußt.

 

 

 


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